Rekommunalisierung der Thüga-Anteile

Freiburger Klimabündnis unterstützt Rekommunalisierung der Thüga - Feb 2009

Badenova-Profil mit Beteiligungsfonds für Badenova-Kunden und -Mitarbeiter schärfen!

Das Freiburger Klimabündnis begrüßt die von der Badenova AG angestrebte Rekommunalisierung der Thüga. Die im Klimabündnis zusammengeschlossenen Umweltverbände halten allerdings eine Badenova-Beteiligung von 100 Mio. Euro an der Thüga für wesentlich zu gering. Das Klimabündnis vertritt die Auffassung, dass ein deutlich höherer Anteil an der Thüga zurückerworben werden sollte. Nur so kann ein möglichst hoher Anteil des Badenova-Gewinns - am besten 100 Prozent - in die südbadische Region zurückfließen. Je mehr Gewinnanteile in der Region bleiben, desto mehr Geld kann in intelligente Energieeinsparmaßnahmen und innovative regenerative Energien in Südbaden reinvestiert werden.

Die Umwelt- und Klimaschutzverbände schlagen in diesem Zusammenhang für die Aufbringung zusätzlicher Mittel einen Badenova-Bürgerbeteiligungsfonds vor. Durch eine direkte Beteiligung von Badenova-Kunden und -Mitarbeitern am südbadischen Energieversorger könnte der neue Ökokurs der Badenova verstetigt und die Energiewende in Südbaden abgesichert werden. Den Kunden der badenova würde mit einem Bürgerbeteiligungsfonds die Gelegenheit geboten, die Umwandlung eines Energieverkäufers zu einem Ökounternehmen aktiv zu unterstützen. Vorbild wäre der Hertenfonds: In der Ruhrgebietsstadt Herten (60 000 Einwohner) zeichneten innerhalb weniger Wochen die Kunden und Mitarbeiter der dortigen Stadtwerke Fondsanteile in der Größenordnung von 20 Millionen Euro.

Die angestrebte Umwandlung der Badenova vom Energieversorger zum Energieeinspar-Unternehmen wird von den Umwelt- und Klimaschutzverbänden unterstützt. Das Klimabündnis freut sich auf einen konstruktiven Dialog mit der  Badenova AG zu den angekündigten Energieeinspar- und Effizienzprogrammen.

Ausführliche Informationen zum Badenova-Bürgerbeteiligungsfonds unter www.thuega-in-buergerhand.de

Alle weiteren aktuellen Entwicklungen und Informationen gibt es unter www.energie-in-buergerhand.de