Einsparungen in öffentlichen Gebäuden durch investive Maßnahmen


Kurzbeschreibung:

In den öffentlichen Gebäuden gibt es (nach 20 Jahren Energieeinsparrhetorik) noch immer ein sehr großes wirtschaftlich erschließbares Einsparpotential beim Strom- und Wärmeverbrauch. Dieses Potential soll durch ein gezieltes Investitionsprogramm für die öffentlichen Gebäude erschlossen werden. Das Programm zielt auf eine Verbesserung der Haustechnik (Heizungs-anlagen, Lüftungsanlagen, Pumpen, Beleuchtung) sowie auf eine Verbesserung der Außen-haut ab. Zur Finanzierung der Schulen wird ein Teil der Wohngebäude, die sich in der öffentlichen Hand befinden, veräußert.

Begründung:

Wie die Contracting-Projekte der Stadt Freiburg (zwei Gebäudepools mit zusammen über 10 Schulen) sowie das Eco-Watt-Projekt an der Staudinger Gesamtschule belegen, gibt es ein großes wirtschaftliches Einsparpotential in öffentlichen Gebäuden. Diese kann im Rahmen der bisher betriebenen Bauunterhaltung nicht erschlossen werden. Vor dem Hintergrund der Klimaveränderung einerseits sowie steigender Energiepreise andererseits kann dieser Zustand nicht weiter akzeptiert werden. Notwendig ist deshalb ein umfassendes energetisches Sanierungsprogramm für alle Schulen und wichtigen öffentlichen Gebäude zu erarbeiten, das den Wert dieser Gebäude durch eine energetische Sanierung nachhaltig steigert. In Anbetracht der derzeitigen Haushaltslage wird vorgeschlagen, die für das Sanierungsprogramm notwendigen Mittel aus den Verkaufserlösen von Wohnungen zu finanzieren, die sich noch in städtischem Besitz befinden. Einem reduzierten aber nachhaltig sanierten städtischen Gebäudebestand ist der Vorzug zu geben, vor einem ineffizienten und ökologisch nicht mehr vertretbaren Bestand an städtischen Bauten.

Wirkung:

Durch das vorgeschlagene Sanierungsprogramm können pro Gebäude rund 20 bis 50 % Energie (Wärme und Strom) eingespart werden. Verbunden mit dieser Einsparung sind langfristige Kostenentlastungen für die Stadt (und damit auch ihrer Bürger).
Das Sanierungsprogramm trägt darüber hinaus zur Schaffung von vielen Arbeitsplätzen sowie zu einer Stärkung des regionalen Wirtschaftskreislaufs bei.

Konkrete Schritte:

  • Entwicklung eines Maßnahmeplans für die öffentlichen Gebäude
  • Systematische Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen über einen Zeitraum von fünf Jahren
  • Veräußerung von öffentlichen Gebäuden und zweckgebundene Verwendung der Erträge für die Sanierung des Gebäudebestandes
  • Detaillierte Berichterstattung über die durchgeführten Aktivitäten durch die städtische Verwaltung
  • Einbezug von externem Sachverstand