Kampagne für stromsparendes Verhalten in Betrieben und Privathaushalten


Kurzbeschreibung:

In den rund 111.000 privaten Haushalten in der Stadt Freiburg stehen moderne
Elektronikgeräte, die ständig am Stromnetz angeschlossen sind und durch ihren Standby-Verbrauch unnötig Strom verbrauchen. Über eine wirksame Kampagne sollen auch Bürger und Unternehmen in der Stadt angeregt werden, ihren Stromverbrauch zu senken. Die bisherigen Kampagnen der Stadt (z.B. Stromfresserjagd, dena-Effizienzkampagne im ZO) blieben bisher kaum beachtete Einzelaktionen und verpufften ohne erkennbare Wirkung.

Begründung:

Der Stromverbrauch durch unnötigen Standby-Betrieb erreicht pro Haushalt jährlich bis zu 450 kWh, auf die Stadt Freiburg hochgerechnet 50.000 MWh/Jahr. Hinzu kommt der Standby-Verbauch von Bürogeräten bei Unternehmen im Stadtgebiet. Die Stadt hat in ihrem eigenen Einflussbereich (Umweltamt) mit einer Informationskampagne und dem Einsatz von schaltbaren Steckdosenleisten nach eigenen Berechnungen bis zu 65.000 kg CO2 und 16.000 EUR Stromkosten eingespart.

Wirkung:

Eine Ausrüstung der relevanten Geräte mit Schaltsteckdosenleisten oder automatische
Schaltleisten sowie eine effektive Schulungskampagne für die Nutzer könnte den Standby-Verbrauch spürbar senken und damit rund 31 mio. kg CO2 einsparen helfen.

Konkrete Schritte:

  • Entwurf und Durchführung eines Schulungsprogramms in Schulen, Unternehmen und Vereinen in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen und nebenamtlichen Helfern
  • Kooperation mit dem Fachhandel für den Vertrieb von Schaltleisten und für die vorrangige Bewerbung von Elektronikgeräten mit geringem Stand-By-Verbrauch
  • Bezuschussung des Vertriebs technischer Lösungen durch badenova
  • Jährliche Überprüfung der Wirksamkeit der Kampagne anhand von repräsentativen Umfragen