Energiemanagement und Controlling in städtischen Gebäuden


Kurzbeschreibung:

Die Stadt Freiburg bewirtschaftet etwa 700 Gebäude, darunter über 50 Schulen. Der Strom- und Wärmeverbrauch dieser Gebäude wird in Zukunft zeitnah erfasst, um Handlungs-möglichkeiten zur Energieeinsparung schnell zu erkennen und Fehlentwicklungen zu entdecken. Über ein Anreizsystem soll gewährleistet werden, dass bei erkennbaren Fehlentwicklungen auch Gegenmaßnahmen getroffen werden.
Zwar gibt es bei der Stadt Freiburg seit Jahren eine entsprechende Abteilung, die dieser Aufgabe aber nicht gerecht wird: Die aktuell vorliegenden Verbrauchsdaten der Gebäude stammen noch aus dem Jahr 2000.

Begründung:

Der Strom- und Wärmeverbrauch der öffentlichen Gebäude ist erheblich:
Rund 90 Mio. kWh Wärme werden jährlich in den öffentlichen Gebäuden verbraucht.
Zusätzlich werden rund 20 Mio. kWh Strom verbraucht. Insgesamt dürfte die Kostenbelastung aus dem Energie- und Wasserverbrauch der Stadt nahe an die 10 Mio. Euro-Grenze heranreichen. Insgesamt verursachen die Gebäude CO2-Emissionen in Höhe von rund 30 Mio. kg.

Wirkung:

Mit einem gezielten Energiemanagement kann der Energieverbrauch um rund 5 bis 10
Prozent gesenkt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass aus der systematischen Datenanalyse auch Handlungen und Aktivitäten abgeleitet werden. Fehlentwicklungen, wie z.B. über Nacht laufende (nicht benötigte) Geräte, Fehlentwicklungen beim Verbraucherverhalten oder die Anschaffung und der Betrieb von ineffizienten elektrischen Geräten können erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Das Einsparpotential beträgt 5 bis 10% der CO2-Emissionen des gesamten städtischen Gebäudebestands.

Konkrete Schritte:

  • Jährliche Veröffentlichung der Daten und des Aktivitätsberichts der Verwaltungseinheit
  • Anreizprogramm für Hausmeister, Gebäudenutzer und VerwaltungJährliche
  • Emissionsbilanz der öffentlichen Gebäude
  • Berichterstattung im Gemeinderat